Kliniken Nordoberpfalz: Neuer Vorstand peilt schwarze Zahlen an
Vorstand Ralph Junghans setzt auf wirtschaftliche Stabilisierung ohne Personalabbau und sieht Potenziale in standortübergreifender Zusammenarbeit
Die Kliniken Nordoberpfalz AG wollen ihren wirtschaftlichen Sanierungskurs beschleunigen. Wie das OberpfalzECHO berichtet, kündigte der seit April 2026 amtierende Vorstand Ralph Junghans an, den Klinikverbund schnellstmöglich ohne Defizit führen zu wollen. Trotz eines für 2026 geplanten Fehlbetrags von acht Millionen Euro setzt die neue Führung auf Effizienzsteigerungen statt Personalabbau.
Neuer Vorstand verfolgt ehrgeizigen Sanierungskurs
Mit Ralph Junghans (36) steht seit Mitte April 2026 ein neuer Vorstand an der Spitze der Kliniken Nordoberpfalz AG. Gemeinsam mit den Klinikdirektoren Tim Egger und Stephan Schumacher bildet er seit Juni 2026 das neue Führungsteam des kommunalen Krankenhausverbundes mit den Standorten Weiden, Kemnath und Tirschenreuth.
Auf einer Pressekonferenz stellte Junghans das wirtschaftliche Ziel klar: Der Klinikbetrieb soll möglichst rasch ohne Defizite geführt werden. Für das Geschäftsjahr 2025 verzeichnete der Verbund operativ einen Verlust von sieben Millionen Euro. Zwar wurde bilanziell ein Jahresüberschuss von rund 800.000 Euro ausgewiesen, dieser resultierte jedoch aus der Auflösung von Rückstellungen in gleicher Größenordnung. Für das laufende Jahr 2026 ist ein Defizit von acht Millionen Euro eingeplant, wobei die neue Unternehmensleitung bereits im zweiten Halbjahr eine Verbesserung gegenüber den ersten sechs Monaten erwartet…




