Kliniken Köln erreichen 2025 wieder ein positives Jahresergebnis
Umsatz steigt auf 431 Millionen Euro – stationäre Fallzahlen und Personal wachsen, Gesundheitscampus Merheim wird weiter ausgebaut
Die Kliniken der Stadt Köln haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem leicht positiven Ergebnis abgeschlossen. Nach einem Verlust von 25,1 Millionen Euro im Vorjahr wurde nun ein Jahresergebnis von 0,2 Millionen Euro erreicht. Gleichzeitig stiegen Umsatz, stationäre Fallzahlen und Personalbestand. Parallel treibt der kommunale Klinikverbund den Ausbau des Gesundheitscampus Merheim weiter voran.
Die Kliniken der Stadt Köln haben ihre wirtschaftliche Situation im Jahr 2025 deutlich verbessert. Der Verbund mit den Krankenhäusern Merheim, Holweide und dem Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße einschließlich Kinder- und Jugendpsychiatrie erzielte ein Jahresergebnis von 0,2 Millionen Euro.
Im Vorjahr hatte noch ein Verlust von 25,1 Millionen Euro zu Buche gestanden. Damit wurde der für 2025 aufgestellte Wirtschaftsplan nach Angaben des Unternehmens erreicht. Auch die Umsatzerlöse entwickelten sich positiv. Sie stiegen um rund fünf Prozent beziehungsweise 20,8 Millionen Euro auf insgesamt 431 Millionen Euro. Im Jahr 2024 hatte der Umsatz noch bei rund 410 Millionen Euro gelegen.
Stationäre Fallzahlen steigen um 2,3 Prozent
Ein wesentlicher Treiber der Entwicklung waren höhere stationäre Behandlungszahlen. Die Zahl der stationären Fälle stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent.
Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Vollkräfte um 108 beziehungsweise drei Prozent. Der Personalzuwachs erfolgte nach Angaben der Kliniken Köln überwiegend im Pflegedienst und half dabei, die weiterhin hohe Nachfrage nach stationären Leistungen abzudecken.
Geschäftsführer Prof. Dr. Axel Goßmann kündigte an, auch künftig weiter in die Gewinnung und Bindung von Pflegekräften sowie in den Ausbau der Ausbildungskapazitäten zu investieren. Qualifiziertes Personal bleibe eine wesentliche Voraussetzung für die Sicherstellung der medizinischen Versorgung.
Gesundheitscampus Merheim bleibt zentrales Zukunftsprojekt
Parallel zur wirtschaftlichen Stabilisierung treibt der Klinikverbund seine strukturelle Neuordnung weiter voran. Im Mittelpunkt steht der Gesundheitscampus Merheim, an dem die bisherigen Krankenhausstandorte Merheim, Holweide und Riehl perspektivisch zusammengeführt werden sollen.
Die umfangreichen Sanierungsarbeiten am Haus 20 in Merheim, dem ursprünglichen Betten- und Klinikgebäude, sollen nach aktuellem Planungsstand 2026 beziehungsweise 2027 abgeschlossen werden. Auch die Vorbereitung des Baufelds für den geplanten Neubau in Merheim liege im Zeitplan.
Bereits im Frühsommer 2025 wurde das Logistikzentrum der Kliniken Köln von Köln-Mülheim nach Merheim verlagert. Dadurch sollen Transportwege verkürzt und Kosten des bisherigen Standorts eingespart werden.
Investitionen in Robotik und Strahlentherapie
Neben den baulichen Maßnahmen investiert der Klinikverbund auch in moderne Medizintechnik. 2025 wurde unter anderem die robotisch assistierte Chirurgie ausgebaut. Die Systeme kommen inzwischen in mehreren Klinikbereichen zum Einsatz. Weitere Investitionen in Millionenhöhe fließen in neue Linearbeschleuniger für die Klinik für Strahlentherapie. Die Anlagen sollen im zweiten Halbjahr 2026 in Betrieb gehen.
Geschäftsführer Daniel Dellmann betont, dass parallel weiterhin Prozesse, Doppel- und Dreifachvorhaltungen überprüft und organisatorische Abläufe optimiert werden sollen.
Ziel des Gesundheitscampus Merheim sei es, die medizinische und pflegerische Versorgung auf dem Niveau eines Maximalversorgers zu sichern und zugleich Prozesse und Strukturen effizienter auszurichten.




