Kinderklinik in Erding erhält grünes Licht für Krankenhausplan
Neue pädiatrische Klinik am Klinikum Erding soll ab Sommer 2028 die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen sichern
Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention hat die Aufnahme einer neuen Kinderklinik im Landkreis Erding in den Krankenhausplan genehmigt. Wie die Projektpartner mitteilen, soll die Einrichtung im Sommer 2028 ihren Betrieb am Klinikum Erding aufnehmen. Die von der M1 Gruppe betriebene Kinderklinik soll die wohnortnahe stationäre und notfallmedizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen im Landkreis deutlich verbessern.
Mit der Entscheidung des Freistaats Bayern wird eine langjährige Versorgungslücke im Landkreis Erding geschlossen. Bisher mussten Familien mit stationär behandlungsbedürftigen Kindern häufig auf Kinderkliniken in benachbarten Regionen ausweichen. Künftig soll eine wohnortnahe Akut- und Grundversorgung direkt am Standort des Klinikums Erding möglich sein.
Die neue Kinderklinik wird organisatorisch eigenständig von der M1 Gruppe betrieben und entsteht in unmittelbarer Anbindung an das kommunale Klinikum. Geplant ist eine eigene stationäre Einheit mit pädiatrischer Notfallversorgung. Gleichzeitig sollen Infrastruktur und verschiedene Servicebereiche des Klinikums gemeinsam genutzt werden, um medizinische und wirtschaftliche Synergien am Standort zu schaffen.
Landrat Martin Bayerstorfer bezeichnete die Aufnahme in den Krankenhausplan als wichtigen Meilenstein für die Gesundheitsversorgung im Landkreis. Mit dem neuen Angebot erhielten Familien künftig eine stationäre Kinder- und Jugendmedizin vor Ort.
Kooperation zwischen kommunalem Klinikum und privatem Betreiber
Die medizinische Leitung der neuen Einrichtung übernimmt Dr. Simon Mayer. Nach Angaben der Projektpartner bringt die M1 Gruppe ihre pädiatrische Expertise sowie eigenes ärztliches und pflegerisches Personal in den Betrieb ein.
Das Versorgungsmodell setzt auf eine enge Zusammenarbeit zwischen dem kommunalen Klinikum, niedergelassenen Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzten sowie spezialisierten pädiatrischen Zentren der Region. Ziel ist es, eine wohnortnahe Grundversorgung mit einer abgestimmten Weiterleitung komplexer Behandlungsfälle zu verbinden.
Die Kombination aus eigenständigem Klinikbetrieb und gemeinsamer Nutzung vorhandener Krankenhausstrukturen entspricht einem Modell, das im Zuge der Krankenhausreform und regionaler Versorgungsplanung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Durch Kooperationen sollen Ressourcen effizient genutzt und gleichzeitig spezialisierte medizinische Angebote wohnortnah bereitgestellt werden.
Eröffnung für Sommer 2028 geplant
Nach der Genehmigung durch das Bayerische Staatsministerium beginnen nun die nächsten Umsetzungsschritte. Die Projektpartner wollen die vertraglichen Vereinbarungen abschließen und die erforderlichen Bauanträge vorbereiten.
Die Inbetriebnahme der Kinderklinik ist für den Sommer 2028 vorgesehen. Bis dahin sollen die baulichen Voraussetzungen geschaffen und die organisatorischen Strukturen aufgebaut werden.
Für die regionale Krankenhauslandschaft bedeutet die neue Einrichtung eine Erweiterung des stationären Leistungsangebots. Gleichzeitig stärkt die Aufnahme in den Krankenhausplan die langfristige Sicherung der pädiatrischen Versorgung im Landkreis Erding und den angrenzenden Regionen.




