Helmstedter Klinik als Regionales Traumazentrum rezertifiziert
Helios St. Marienberg bestätigt Qualität der Schwerverletztenversorgung
Die Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt ist erneut als Regionales Traumazentrum zertifiziert worden. Die externe Rezertifizierung bestätigt die strukturellen, personellen und organisatorischen Voraussetzungen für die Versorgung schwer verletzter Patientinnen und Patienten und stärkt zugleich die Einbindung der Klinik in das Traumanetzwerk Nord-Ost-Niedersachsen.
Die Versorgung schwer verletzter Menschen erfordert standardisierte Abläufe, qualifiziertes Personal und eine enge Abstimmung zwischen verschiedenen Fachdisziplinen und Kliniken. Mit der erfolgreichen Rezertifizierung weist die Helmstedter Klinik nach eigenen Angaben erneut nach, dass sie die Anforderungen an ein Regionales Traumazentrum erfüllt.
Für Dr. Ivo Landré, leitender Oberarzt der Orthopädie, Orthopädischen Chirurgie und Unfallchirurgie sowie Koordinator des Traumanetzwerks an der Klinik, liegt die Bedeutung insbesondere in den verbindlichen Strukturen der Zusammenarbeit. Bei Schwerverletzten müsse schnell entschieden werden, welcher Versorgungsort für den jeweiligen Patienten geeignet sei.
Die externe Zertifizierung dient dabei als unabhängige Überprüfung der vorhandenen Strukturen und Prozesse. Für das Krankenhausmanagement ist die Anerkennung zugleich mit Anforderungen an Personal, Organisation, Dokumentation und Qualitätssicherung verbunden.
Traumanetzwerk koordiniert Versorgung über Klinikgrenzen
Das von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) im Jahr 2008 initiierte Traumanetzwerk verbindet Krankenhäuser unterschiedlicher Versorgungsstufen. Die Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt ist Teil des Traumanetzwerks Nord-Ost-Niedersachsen.
Dem Netzwerk gehören neben Helmstedt unter anderem die Kliniken in Uelzen, Gifhorn, Celle, Braunschweig, Wolfsburg, Peine, Salzgitter und Wolfenbüttel an. Durch die Zusammenarbeit sollen Patienten je nach Verletzungsschwere gezielt in die geeignete Versorgungseinrichtung weitergeleitet werden.
Zum Netzwerk gehören außerdem gemeinsame Fortbildungen, der fachliche Austausch sowie interne und externe Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Gerade bei komplexen Verletzungsmustern können standardisierte Kommunikations- und Verlegungswege eine wichtige Rolle spielen.
Dokumentation als Instrument der Qualitätsentwicklung
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der strukturierten Dokumentation der Behandlung. Isabell Schulze, leitende Oberärztin der Notaufnahme, betreut die Datenerhebung gemeinsam mit Landré.
Die erhobenen Daten dienen nicht nur der Qualitätssicherung. Sie ermöglichen auch eine systematische Analyse der Behandlungsabläufe und können für die Weiterentwicklung der Schwerverletztenversorgung und wissenschaftliche Fragestellungen genutzt werden.
Damit wird die Zertifizierung mit einem kontinuierlichen Qualitätsprozess verbunden. Die Behandlung schwer verletzter Patienten soll nicht lediglich anhand definierter Strukturvorgaben erfolgen, sondern anhand der dokumentierten Ergebnisse und Prozesse weiterentwickelt werden.
Rezertifizierung als Teamleistung
Verwaltungsleiterin Franziska Dräger betont insbesondere die Bedeutung der interprofessionellen Zusammenarbeit. Die erfolgreiche Rezertifizierung sei nur durch das Zusammenspiel der beteiligten Berufsgruppen möglich.
Für die Klinik ist die erneute Anerkennung damit nicht nur ein formales Qualitätssiegel. Sie bestätigt zugleich die Einbindung in eine regional abgestimmte Versorgungsstruktur für Schwerverletzte und die dafür erforderlichen organisatorischen Voraussetzungen.




