Gesetzesänderung soll Handlungsfähigkeit der Mainzer Unimedizin stärken

Der Ministerrat hat am 02.07. die Novellierung des Universitätsmedizingesetzes (UMG-Novelle) beschlossen. Das ursprünglich 2009 in Kraft getretene Gesetz erfährt Änderungen, die die Organisation der flexibilisieren sollen, um das Zusammenwirken der Organe und die Entscheidungsfindung effizienter zu gestalten. Dies soll der Universitätsmedizin ermöglichen, den aktuellen Herausforderungen in Gesundheitsversorgung, Forschung und Lehre besser zu begegnen. Dem Beschluss ging ein umfassendes Anhörungsverfahren voraus.

„Mit dieser Novellierung machen wir die Universitätsmedizin effizienter und fit für die Zukunft. Die Herausforderungen heute sind enorm, aber wir müssen uns nicht scheuen, sie mit Engagement anzugehen, denn diese Institution der Spitzenforschung und der Spitzenmedizin wird agiler, flexibler und handlungsfähiger“, sagte Wissenschaftsminister Clemens Hoch. Die konstruktiven Rückmeldungen aus dem Anhörungsverfahren wurden genutzt, um die Strukturen der Universitätsmedizin weiter zu verbessern und dem begonnenen Neustart zusätzlichen Schwung zu verleihen.

Ein zentraler Bestandteil der Novellierung betrifft das Verfahren zur Wahl und Abwahl des Wissenschaftlichen Vorstands. Zukünftig wird der Wissenschaftliche Vorstand auf Vorschlag einer Findungskommission gewählt, die aus je sechs Mitgliedern des Fachbereichsrats und des Aufsichtsrats besteht und mit der Mehrheit der Mitgliederzahl entscheidet. Der Fachbereichsrat und der wählen den Wissenschaftlichen Vorstand in einer gemeinsamen Sitzung mit jeweils der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Die Bestellung erfolgt durch den Aufsichtsrat und setzt eine Wahl gemäß dem neuen Verfahren voraus. Die Abberufung des Wissenschaftlichen Vorstands kann ebenfalls durch den Aufsichtsrat mit einer Dreiviertelmehrheit der Stimmen erfolgen, entweder im Benehmen mit dem Fachbereichsrat oder aufgrund einer Abwahl durch den Fachbereichsrat, die ebenfalls eine Dreiviertelmehrheit und das Benehmen mit dem Aufsichtsrat erfordert.

Zusätzlich wird das Vorstandsgefüge der Universitätsmedizin erweitert: Zukünftig kann der Vorstand aus zu fünf Personen bestehen, wobei die Zuständigkeitsbereiche für Forschung und Lehre (Wissenschaftlicher Vorstand), kaufmännische Angelegenheiten und Angelegenheiten der durch verschiedene Vorstandsmitglieder abgedeckt werden müssen. Diese Änderungen sollen die Handlungsfähigkeit und Flexibilität der Universitätsmedizin Mainz deutlich erhöhen und sie besser auf zukünftige Herausforderungen vorbereiten…

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