Fresenius erhöht Prognose nach starkem Quartal 2026
Helios und Kabi treiben Gewinnwachstum – Krankenhausgeschäft bleibt stabil und profitabel
Fresenius hat nach einem starken zweiten Quartal 2026 seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr angehoben. Der Gesundheitskonzern profitierte insbesondere von der positiven Entwicklung seiner Kerngeschäfte Fresenius Helios und Fresenius Kabi. Wie das Unternehmen mitteilte, stieg das währungsbereinigte Kern-Ergebnis je Aktie im zweiten Quartal um 14 Prozent. Gleichzeitig erhöhte der Konzern den Ausblick für das Gesamtjahr.
Mit einem Konzernumsatz von 5,864 Milliarden Euro erzielte Fresenius im zweiten Quartal ein organisches Wachstum von sechs Prozent. Das operative Ergebnis (EBIT) legte währungsbereinigt um zehn Prozent auf 719 Millionen Euro zu. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 12,3 Prozent und erreichte damit den höchsten Wert seit Beginn der strategischen Neuausrichtung des Konzerns. Nach Angaben von Fresenius ist diese Entwicklung Ausdruck einer nachhaltig verbesserten Ergebnisqualität im Rahmen des Programms #FutureFresenius.
Vorstandsvorsitzender Michael Sen sprach von einem strukturell stärkeren Unternehmen, das heute über eine höhere Ertragskraft, verbesserte Kapitalrenditen und eine gestärkte Bilanz verfüge. Vor diesem Hintergrund hob Fresenius die Prognose für das währungsbereinigte Wachstum des Kern-Ergebnisses je Aktie im Gesamtjahr 2026 von bislang fünf bis zehn Prozent auf nun zehn bis 15 Prozent an.
Helios profitiert von Klinikgeschäft in Deutschland
Für Krankenhausmanager besonders relevant ist die Entwicklung von Fresenius Helios. Die Kliniksparte steigerte ihren Umsatz organisch um fünf Prozent auf 3,526 Milliarden Euro. Das EBIT wuchs währungsbereinigt um zehn Prozent auf 374 Millionen Euro, während sich die EBIT-Marge auf 10,6 Prozent verbesserte. Wesentliche Treiber waren steigende Behandlungszahlen sowie positive Preiseffekte in Deutschland und Spanien.
Helios Deutschland erzielte ein organisches Umsatzwachstum von sechs Prozent. Neben höheren stationären Fallzahlen wirkten sich insbesondere positive Preiseffekte aus. Das EBIT stieg um 16 Prozent auf 173 Millionen Euro, die EBIT-Marge verbesserte sich auf 8,3 Prozent. Positiv auf das Ergebnis wirkte sich zudem der Rechnungszuschlag für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten aus.
Darüber hinaus verweist Fresenius auf das inzwischen verabschiedete GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, das nach Einschätzung des Unternehmens einen konstruktiven Rahmen für die zukünftige Krankenhausfinanzierung schafft. Helios sieht sich aufgrund seiner Größe, medizinischen Qualität sowie der fortschreitenden Digitalisierung und des verstärkten Einsatzes von KI-Anwendungen gut positioniert, die eigene Clustering-Strategie weiter umzusetzen.
Kabi bleibt zentraler Wachstumsmotor
Auch Fresenius Kabi setzte seine dynamische Entwicklung fort. Der Umsatz stieg organisch um sieben Prozent auf 2,244 Milliarden Euro. Besonders stark entwickelte sich das Biopharma-Geschäft mit einem Wachstum von 38 Prozent. Insgesamt erreichte Kabi eine EBIT-Marge von 17,0 Prozent. Aufgrund der anhaltend positiven Entwicklung erwartet Fresenius nun, dass die Margenziele für das Gesamtjahr am oberen Ende der prognostizierten Spanne erreicht werden.
Ausblick bleibt positiv
Für das Gesamtjahr rechnet Fresenius unverändert mit einem organischen Umsatzwachstum von vier bis sieben Prozent. Nach der Anhebung der Gewinnprognose erwartet der Konzern nun ein währungsbereinigtes Wachstum des Kern-Ergebnisses je Aktie zwischen zehn und 15 Prozent. Der Verschuldungsgrad blieb mit dem Faktor 2,6 trotz Dividendenausschüttung stabil und bewegt sich weiterhin am unteren Ende des strategischen Zielkorridors.




