Fachklinik Möhringsburg zieht vorübergehend nach Ostercappeln
Nahtlose Fortführung der Suchtrehabilitation im ehemaligen St. Raphael Krankenhaus
Die Fachklinik Möhringsburg, Teil des Suchtmedizinischen Zentrums des Klinikum Osnabrück, wird voraussichtlich für fünf Jahre in das ehemalige St. Raphael Krankenhaus in Ostercappeln einziehen. Grund ist das Auslaufen des aktuellen Mietvertrags am bisherigen Standort im Bischof-Lilje-Zentrum der Diakonie zum 30. Juni 2026. Mit der Verlegung soll die stationäre Entwöhnungsbehandlung für Menschen mit Alkohol-, Cannabis-, Medikamenten- und Mischabhängigkeiten ohne Unterbrechung fortgeführt werden.
Nach intensiven Gesprächen zwischen dem Klinikum Osnabrück als Träger und den Niels-Stensen-Kliniken, Eigentümer des Gebäudes, hat der Aufsichtsrat des Klinikums nun die finale Entscheidung getroffen. Die Kooperation zwischen beiden Einrichtungen wird damit weiter vertieft. Geprüft wurden insbesondere Raumanforderungen, Abstimmungen mit Kostenträgern und mietvertragliche Aspekte.
Die Fachklinik Möhringsburg verfügt über langjährige Erfahrung in der stationären Suchtrehabilitation. Die Patientinnen und Patienten befinden sich nach abgeschlossener Akuttherapie in einer fortgeschrittenen Phase der Rehabilitation, in der sie aktiv an ihrer Gesundung arbeiten. Dr. Fritz Brickwedde, Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums Osnabrück, betont: „Mit dem Umzug der Fachklinik Möhringsburg nach Ostercappeln wird sichergestellt, dass ein etabliertes und qualitativ hochwertiges Angebot der Suchtrehabilitation ohne Unterbrechung fortgeführt werden kann. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit mit den Niels-Stensen-Kliniken weiter gestärkt.“
Frans Blok, Geschäftsführer des Klinikums Osnabrück, ergänzt: „Der Umzug ist ein wichtiger Schritt, um Kontinuität für Patienten und Mitarbeitende zu gewährleisten und unterstreicht unseren Anspruch, auch in Übergangsphasen eine hochwertige Versorgung zu garantieren.“ Vorgesehen ist, dass im Sommer 2026 drei Ebenen des ehemaligen Krankenhausgebäudes mit rund 40 Patientinnen und Patienten bezogen werden. Langfristig plant das Klinikum, psychiatrische und somatische Suchthilfe-Angebote räumlich zusammenzuführen, um Synergien zu nutzen und die Versorgungsqualität zu erhöhen.
Christina Jaax, Geschäftsführerin der Niels-Stensen-Kliniken, kommentiert: „Die vorübergehende Ansiedlung der Fachklinik ist eine Win-Win-Situation: Wir erhalten die medizinische Nutzung des Gebäudes und schaffen für künftige Interessenten einen strukturierten Rahmen für eine baurechtliche und wirtschaftliche Planung.“






