DRK-Klinik Saarlouis: Eigenverwaltungsverfahren erfolgreich beendet
Amtsgericht Saarbrücken hebt Insolvenzverfahren zum 30. Juni 2026 nach vollständiger Planerfüllung auf – Klinik kehrt entschuldet und neu aufgestellt in Regelbetrieb zurück
Die DRK gemeinnützige Krankenhausgesellschaft mbH Saarland hat ihre wirtschaftliche und strukturelle Sanierung formal erfolgreich abgeschlossen. Mit Wirkung zum 30. Juni 2026 hob das zuständige Amtsgericht Saarbrücken das Eigenverwaltungsverfahren nach der vollständigen Erfüllung des Insolvenzplans auf. Damit kehren das DRK-Krankenhaus Saarlouis mit seinen 221 Betten und rund 800 Mitarbeitenden sowie das zugehörige DRK-Gästehaus in Lebach auf einer dauerhaft tragfähigen wirtschaftlichen Grundlage in den regulären Geschäftsbetrieb zurück. Der Versorgungsauftrag für die Region, der Klinikstandort und die Arbeitsplätze blieben im Zuge des Verfahrens vollumfänglich erhalten.
Nach dem Antrag am 10. November 2025 und der offiziellen Eröffnung am 1. Februar 2026 stimmten die Gläubiger dem vorgelegten Insolvenzplan bereits am 22. April 2026 einstimmig zu. Mit der gerichtlichen Bestätigung noch am selben Tag wurden die Weichen für die vollständige Entschuldung, die Beseitigung des operativen Defizits und die nachhaltige Sicherung der Liquidität gestellt. Während des gesamten Prozesses lief der medizinische und pflegerische Betrieb ohne Einschränkungen weiter.
Begleitet wurde die Gesellschaft in dieser Phase von Rechtsanwalt Dr. Dennis B. Blank (BLANK + Partner) als Generalbevollmächtigtem sowie von Geschäftsführer Matthias Adler (conPrimo), der zu Beginn des Verfahrens von den Gesellschaftern – der DRK-Schwesternschaft Rheinpfalz-Saar e. V. und dem DRK-Landesverband Saarland e. V. – berufen worden war. Die Gläubigerinteressen wurden durch den gerichtlich bestellten Sachwalter Rechtsanwalt Lukas Eisenhuth (Abel & Kollegen) überwacht.
Nach der erfolgreichen Sanierung fokussiert sich die Klinikleitung nun auf die medizinische und bauliche Weiterentwicklung des Standorts Saarlouis. Kernbestandteile des Zukunftskonzepts sind der Ausbau des Leistungsspektrums durch die Etablierung einer neurologischen Frührehabilitation (Phase B) sowie die strategische Ambulantisierung durch die Eröffnung eines neuen gynäkologisch-onkologischen Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) zum 1. Juli 2026. Zudem sind umfangreiche räumliche Erweiterungen der Zentralen Notaufnahme (ZNA) und des OP-Bereichs geplant, um das Haus auf die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen im Rahmen der Bundes-Krankenhausreform vorzubereiten.




