Debatte um Zukunft der Kliniken im Kreis Konstanz spitzt sich zu
Defizite und geplantes GKV-Spargesetz nähren Diskussion über Trägerschaft des GLKN
Die finanzielle Situation der Krankenhäuser im Landkreis Konstanz sorgt erneut für politische Diskussionen. Wie der Südkurier berichtet, hat die ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete und Kreisrätin Veronika Netzhammer angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen des Gesundheitsverbunds Landkreis Konstanz (GLKN) vor einer weiteren Verschärfung der Lage gewarnt. Zugleich stellte sie öffentlich die Frage, ob sich der Landkreis die Trägerschaft der Kliniken langfristig noch leisten könne.
Auslöser der Debatte sind die anhaltenden Defizite des kommunalen Klinikverbundes sowie die geplanten Regelungen des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes auf Bundesebene. Nach Angaben des Südkurier verzeichnet der GLKN derzeit ein Defizit von rund 13 Millionen Euro. Befürchtet wird, dass zusätzliche finanzielle Belastungen durch die geplanten Gesetzesänderungen die wirtschaftliche Situation weiter verschärfen könnten. Netzhammer, die heute Vorsitzende des Singener Krankenhaus-Fördervereins ist, warnt vor den Folgen der aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen. Ihrer Einschätzung nach könnten neue Sparmaßnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung erhebliche Auswirkungen auf die Finanzierung der Krankenhäuser haben. Damit rückt auch die Frage nach der zukünftigen Organisations- und Trägerstruktur der Einrichtungen stärker in den Fokus.




