Charité verlagert mehr Herzkatheter-Eingriffe in den Tagesbereich
Deutsches Herzzentrum richtet am Campus Virchow-Klinikum spezialisierten Behandlungs- und Ruhebereich ein – geeignete Patienten können noch am Eingriffstag nach Hause
Das Deutsche Herzzentrum der Charité (DHZC) baut die tagesstationäre und ambulante kardiologische Versorgung am Campus Virchow-Klinikum aus. Ein Herzkatheter-Labor wurde dafür auf ambulante Untersuchungen und Eingriffe spezialisiert. Geeignete Patienten können nach dem Eingriff und einer mehrstündigen Überwachung noch am selben Tag entlassen werden.
Direkt neben den Behandlungsräumen hat das DHZC einen neuen Ruhebereich eingerichtet. Dort werden die Patienten nach dem Eingriff überwacht. Vor der Entlassung erfolgt eine abschließende medizinische Kontrolle; Befund und gegebenenfalls ein E-Rezept werden direkt mitgegeben. Am Folgetag nimmt das Behandlungsteam telefonisch Kontakt auf.
Welche Patienten für das Verfahren infrage kommen, wird anhand festgelegter Kriterien individuell entschieden. Voraussetzung für die Entlassung am selben Tag ist ein unkomplizierter Verlauf von Eingriff und Nachbeobachtung.
Bei komplexeren Interventionen, beispielsweise wenn mehrere Stents implantiert oder spezielle Verfahren eingesetzt werden, kann weiterhin eine stationäre Überwachung über Nacht erforderlich sein. In diesen Fällen erfolgt eine direkte stationäre Aufnahme.
Mit dem neuen Bereich schafft das DHZC zusätzliche Strukturen für die Ambulantisierung kardiologischer Eingriffe am Campus Virchow-Klinikum.




