Charité reduziert Defizit deutlich und stabilisiert Finanzen
Universitätsmedizin Berlin verbessert Jahresergebnis 2025 trotz Kürzungen und steigender Kosten
Die Charité – Universitätsmedizin Berlin hat ihr Jahresergebnis 2025 trotz schwieriger Rahmenbedingungen spürbar verbessert. Das Defizit wurde deutlich reduziert, zugleich fiel der Jahresabschluss um 10,7 Millionen Euro besser aus als geplant. Parallel dazu stieg die Zahl der behandelten Patientinnen und Patienten.
Im Geschäftsjahr 2025 setzte die Charité ihren Konsolidierungskurs fort und verbesserte ihre wirtschaftliche Lage deutlich. Trotz erheblicher Kürzungen beim Landeszuschuss sowie steigender Personal- und Sachkosten sank der Jahresfehlbetrag von 87,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 63,6 Millionen Euro.
Die Entwicklung steht im Kontext eines weiterhin angespannten Krankenhausmarktes in Deutschland. Auch die Charité ist von strukturellen Finanzierungsproblemen betroffen. Gleichwohl zeigen die eingeleiteten Steuerungsmaßnahmen Wirkung: Durch gezielte Leistungssteigerungen und konsequente Kostendisziplin wurde die finanzielle Stabilisierung weiter vorangetrieben.
Parallel dazu verzeichnete die Universitätsmedizin steigende Leistungszahlen. Im Jahr 2025 wurden rund 148.000 stationäre und teilstationäre Fälle sowie mehr als 853.000 ambulante Behandlungen durchgeführt. Die Umsatzerlöse erhöhten sich leicht auf rund 2,2 Milliarden Euro, wobei der stationäre Bereich mit etwa 1,5 Milliarden Euro den größten Anteil ausmacht.
Neben der Versorgung stärkt die Charité ihre Position in Forschung und Innovation. Mit Drittmitteleinnahmen von rund 292,5 Millionen Euro bleibt das Niveau hoch. Neue Forschungsverbünde und Förderprojekte unterstreichen die internationale Wettbewerbsfähigkeit. In internationalen Rankings zählt die Einrichtung weiterhin zu den führenden Krankenhäusern weltweit.
Strategisch setzt die Charité verstärkt auf Digitalisierung und strukturelle Weiterentwicklung. Mit einem neuen Krankenhausinformationssystem sowie dem Aufbau von Strukturen für Künstliche Intelligenz in der Medizin werden zentrale Zukunftsfelder adressiert. Kooperationen mit Industriepartnern und neue Innovationszentren sollen die Translation von Forschungsergebnissen in die Versorgung weiter beschleunigen.
Auch infrastrukturell wurden wichtige Projekte angestoßen. Der Neubau des Deutschen Herzzentrums sowie weitere Großvorhaben sollen die medizinische Leistungsfähigkeit langfristig sichern. Insgesamt verfolgt die Charité eine Doppelstrategie aus wirtschaftlicher Konsolidierung und gezielten Investitionen in Innovation und Infrastruktur.
Der Vorstand betont, dass die Fortschritte auf einer aktiven Steuerung von Kosten und Leistungen beruhen. Ziel bleibt eine nachhaltige wirtschaftliche Stabilisierung bei gleichzeitiger Sicherung der Spitzenposition in Versorgung, Forschung und Lehre.





