CDU fordert Zivilschutzkonzepte für KRH-Kliniken

Regionsverwaltung sieht bislang keine konkreten Planungen – Neubauten ohne Schutzvorgaben

Angesichts der verschärften sicherheitspolitischen Lage in Europa fordert die CDU-Fraktion in der Region Hannover konkrete Zivilschutz- und Schutzkonzepte für die Krankenhäuser der Klinikum Region Hannover GmbH (KRH). Wie AltkreisBlitz berichtet, geht dies aus einer schriftlichen Anfrage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Bernward Schlossarek hervor. Die Antwort der Regionsverwaltung vom 16. Februar 2026 zeige nach Auffassung der CDU, dass bislang weder konkrete Planungen noch Vorsorgemaßnahmen bestehen.

Die Regionsverwaltung bezeichnete demnach Überlegungen des niedersächsischen Gesundheitsministers zu bunkerähnlichen Schutzräumen zwar als nachvollziehbar, verwies jedoch auf fehlende politische Vorgaben sowie ungeklärte Finanzierungsfragen. Voraussetzung für entsprechende Maßnahmen seien klare Regelungen und eine auskömmliche Finanzierung durch Bund oder Land. Auch bei den im Rahmen der Medizinstrategie 2030 geplanten Neubauten, insbesondere an den Standorten Gehrden und Burgwedel, seien derzeit keine verbindlichen Schutzmaßnahmen vorgesehen.

Kritisch sieht die CDU-Fraktion zudem, dass keine der bestehenden Kliniken der Klinikum Region Hannover GmbH über bunkerähnliche Schutzräume verfügt. Nachrüstungsplanungen existierten ebenfalls nicht. Erste fachliche Einschätzungen gingen davon aus, dass zusätzliche Investitionskosten im zweistelligen Millionenbereich pro Standort entstehen könnten.

„Unsere Krankenhäuser sind Teil der kritischen Infrastruktur. Sie müssen auch im Krisen- oder Verteidigungsfall handlungsfähig bleiben“, erklärte Bernward Schlossarek laut Bericht. Es reiche nicht aus, auf mögliche Programme von Bund oder Land zu warten. Als Eigentümerin eines der größten kommunalen Krankenhauskonzerne Deutschlands trage die Region Hannover eine eigene Verantwortung.

Die CDU fordert daher eine systematische Risiko- und Bedarfsanalyse für sämtliche KRH-Standorte. Bei laufenden und künftigen Neubauprojekten müssten bauliche Resilienz- und Schutzmaßnahmen verbindlich geprüft und planerisch berücksichtigt werden. Zudem solle die Region Hannover aktiv auf Land und Bund zugehen, um einheitliche Standards und eine verlässliche Finanzierung einzufordern.

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