Besorgniserregende Fehlbeträge deutscher Krankenhäuser – Krankenhausreform schafft keine Abhilfe für 1.030 Krankenhäuser

Kliniksterben in Deutschland: Über 1.000 Krankenhäuser von Schließung bedroht

Die finanzielle Lage deutscher Krankenhäuser ist nach Angaben der Aktionsgruppe „Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ äußerst prekär. Einer aktuellen Curacon-Umfrage zufolge schreiben rund 55 % der Krankenhäuser in Deutschland Verluste, was bei unveränderter Finanzierung in den nächsten Jahren zur Schließung von bis zu 1.030 Kliniken führen könnte. Mit dem derzeitigen jährlichen Fehlbetrag von etwa 9 Milliarden Euro steht besonders die klinische Versorgung im ländlichen Raum vor einer ernsthaften Gefahr.

Die geplante Krankenhausreform von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach wird diese Unterfinanzierung nicht beheben. Sie sieht keine zusätzlichen Mittel vor, sondern strukturiert die Krankenhausvergütung lediglich neu, indem sie sie in 40 % leistungsbezogene und 60 % pauschale Zahlungen unterteilt. Damit bleiben die finanziellen Defizite unverändert bestehen, und es droht eine Fortsetzung und Verschärfung der Insolvenzen an Klinikstandorten.