Bayern stärkt Krankenhausversorgung auf dem Land: Zweiter Bauabschnitt an Klinik Kitzinger Land abgeschlossen
Ministerin Gerlach betont Investitionsschwerpunkt im ländlichen Raum und langfristige Krankenhausförderung
Bayerns Gesundheitsministerium treibt den Ausbau der stationären Versorgung im ländlichen Raum weiter voran. Mit dem Abschluss des zweiten Bauabschnitts an der Klinik Kitzinger Land werden moderne OP-Abteilungen, Intensivstationen und Entbindungsbereiche für Patientinnen und Patienten nutzbar. Die Investitionen erfolgen im Rahmen des langfristigen Krankenhausbauprogramms des Freistaats.
Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) betonte anlässlich der Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts der Klinik Kitzinger Land, dass eine gleichwertige Krankenhausversorgung in allen Regionen Bayerns ein zentrales Ziel sei: „Wir brauchen auch auf dem Land erstklassige Krankenhäuser, die für jeden gut erreichbar sind.“
Die Baumaßnahmen der Klinik umfassen die Modernisierung des gesamten Funktionstrakts, darunter eine neue Operationsabteilung, eine moderne Intensivstation sowie einen neu gestalteten Entbindungsbereich. Ziel ist es, die Versorgungsqualität zu erhöhen und zugleich die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu verbessern. Gerlach erklärte: „Größere Flächen und funktional optimierte Strukturen tragen zu effizienten Arbeitsabläufen und zu einer zeitgemäßen Patientenversorgung bei.“
Die Investitionen in die Klinik Kitzinger Land erfolgen über das bayerische Krankenhausbauprogramm, das seit 2015 gemeinsam mit den kommunalen Finanzpartnern rund sechs Milliarden Euro für Klinikbauprojekte bereitgestellt hat. Für laufende und künftige Baumaßnahmen sind insgesamt rund 5,5 Milliarden Euro eingeplant, davon mehr als 60 Prozent für Projekte im ländlichen Raum.
Für die Klinik Kitzinger Land wurden in den vergangenen zehn Jahren Fördermittel von insgesamt 42 Millionen Euro bewilligt, davon über 35 Millionen Euro für bauliche Maßnahmen. Der erste Bauabschnitt erhielt knapp 18 Millionen Euro, für den zweiten Bauabschnitt wurden weitere 24 Millionen Euro bereitgestellt.
Für die zukünftige bauliche Entwicklung sind bereits Mittel für den Neubau der Bettenhäuser im Jahr 2028 vorgesehen, aktuell in Höhe von knapp 39 Millionen Euro. Gerlach unterstrich die Bedeutung der langfristigen Förderung: „Die Krankenhausförderung ist kein Kurzstreckensprint, sondern eine Daueraufgabe. Wir wollen die hochwertige Patientenversorgung auch in Zukunft erhalten.“
Für 2026 ist die Investitionskostenförderung des Freistaats auf 900 Millionen Euro erhöht worden, wovon 100 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität stammen. Damit wolle Bayern ein deutliches Signal setzen, dass die Kliniken weiterhin auf einen verlässlichen Partner zählen können.






