AMEOS Klinikum Osnabrück weist Vorwürfe im Kontext Abschiebung zurück

Klinikum betont medizinische Verantwortung und Engagement für Vielfalt

Das AMEOS Klinikum Osnabrück reagiert auf bevorstehende öffentliche Proteste der Gruppe „No Lager“, die im Zusammenhang mit einer unangekündigten polizeilichen Abholung aus dem Krankenhaus im Rahmen einer Abschiebung am 28. Januar 2025 geplant sind. Das Klinikum betont, dass Krankenhäuser einen medizinischen Versorgungs- und Pflegeauftrag erfüllen und keine Entscheidungs- oder Vollzugsbefugnis in ausländerrechtlichen Verfahren besitzen.

Krankenhausdirektor Jens Betker unterstreicht: „Unsere Aufgabe als Krankenhaus ist die medizinische und pflegerische Versorgung, der wir stets umfassend nachkommen, und nicht die Bewertung, Durchführung oder Verhinderung ausländerrechtlicher Maßnahmen. Wir handeln im Rahmen gesetzlicher Vorgaben und auf Grundlage rechtsstaatlicher Prinzipien sowie medizin-fachlicher Erfordernisse.“

Das Klinikum weist ausdrücklich darauf hin, dass pauschale Vorwürfe, persönliche Beleidigungen und rufschädigende Zuschreibungen der Belegschaft sachlich unzutreffend sind. Solche Darstellungen belasten sowohl Mitarbeitende als auch Patientinnen und Patienten in einem sensiblen Umfeld.

Das AMEOS Klinikum Osnabrück betont seine Leitlinien: Respekt, Professionalität und Schutz von Privatsphäre stehen im Zentrum der Arbeit. Die Einrichtung stellt sich klar gegen Rassismus und verfolgt eine Gesundheitsversorgung, die sich an medizinischer Notwendigkeit, fachlichen Standards und der Würde jedes Menschen orientiert – unabhängig von Herkunft, Aufenthaltsstatus oder Lebenssituation.

In der Belegschaft arbeiten Menschen mit unterschiedlichsten kulturellen und sprachlichen Hintergründen zusammen. Das Klinikum sieht die Vielfalt als zentrale Stärke, die eine qualitativ hochwertige Versorgung ermöglicht.

Hintergrund: Gewaltsame Abschiebung aus Osnabrücker Klinik sorgt für Kritik
Ein ausreisepflichtiger Mann aus Gambia wurde von der Polizei aus einer psychiatrischen Einrichtung geholt und zum Flughafen gebracht – Flüchtlingsrat übt scharfe Kritik. (NOZ, vom 31.01.2025)

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