AMEOS Klinikum Bremerhaven nimmt neue Kurzliegerstation in Betrieb

Sechs Behandlungsplätze erweitern Notfallversorgung und entlasten Stationen

Im Zuge der umfassenden Modernisierung der Zentralen Notaufnahme (ZNA) hat das AMEOS Klinikum Bremerhaven eine neue Kurzliegerstation in Betrieb genommen. Mit sechs modern ausgestatteten Behandlungsplätzen schafft das Klinikum ein zusätzliches Versorgungsangebot für Patientinnen und Patienten, bei denen nach der Erstversorgung noch unklar ist, ob eine stationäre Aufnahme erforderlich ist oder eine Entlassung nach Hause erfolgen kann.

Die Kurzliegerstation richtet sich insbesondere an Patientinnen und Patienten mit akuten Krankheitsbildern, die eine zeitlich begrenzte Überwachung und Behandlung notwendig machen. Dazu zählen unter anderem Alkoholvergiftungen, Blutzucker- oder Blutdruckentgleisungen, Kollapszustände, Asthmaanfälle sowie vergleichbare akute Beschwerden. Ziel ist es, innerhalb eines klar definierten Zeitfensters eine medizinisch fundierte Entscheidung über das weitere Vorgehen zu treffen.

„Nicht jede Patientin und jeder Patient, der die Notaufnahme aufsucht, benötigt automatisch einen vollstationären Aufenthalt“, erläutert Dr. med. Michael Habenicht, Chefarzt der Klinik für Akut- und Notfallmedizin. Gleichzeitig sei es in vielen Fällen medizinisch sinnvoll, den Verlauf für einige Stunden engmaschig zu beobachten. Genau hier setze die neue Kurzliegerstation an.

Die Kurzliegerstation ist räumlich unmittelbar an die ZNA angebunden und mit moderner Überwachungs- und Medizintechnik ausgestattet. Die Verweildauer ist auf mindestens drei und maximal 24 Stunden ausgelegt. Spätestens nach Ablauf dieses Zeitraums wird entschieden, ob eine stationäre Aufnahme erfolgt oder die Patientinnen und Patienten in die ambulante Weiterbehandlung, etwa durch Hausärztinnen und Hausärzte, entlassen werden können.

Mit dem neuen Angebot verfolgt das AMEOS Klinikum Bremerhaven mehrere Ziele: Zum einen sollen die regulären Stationen entlastet werden, da kurzfristige Überwachungen nicht mehr dort stattfinden müssen. Zum anderen gewinnt die Zentrale Notaufnahme zusätzliche Behandlungskapazitäten, weil Behandlungsräume während der Überwachungsphase nicht blockiert werden.

Katja Loesche, Regionalgeschäftsführerin AMEOS Nord, bezeichnet die Kurzliegerstation als wichtigen Entwicklungsschritt: Sie sei ein zentraler Baustein, um die Notfallversorgung effizienter, patientenorientierter und zukunftsfähig aufzustellen.

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