Workflow-Optimierung in der Notaufnahme: Klinikum Ernst von Bergmann führt neue Spezialsoftware ein

Das Klinikum Ernst von Bergmann (EvB) in Potsdam setzt bei der digitalen Transformation auf maßgeschneiderte Lösungen.

In der Zentralen Notaufnahme (ZNA) wurde nach einer achtwöchigen Pilotphase im laufenden Betrieb erfolgreich eine neue Software implementiert, die den Dokumentationsaufwand minimiert und klinische Prozesse beschleunigt. Das System wurde in enger Kooperation mit dem Technologiepartner Trialbase speziell für die hochdynamischen Anforderungen der Akutmedizin entwickelt.

In einer Zentralen Notaufnahme entscheiden oft Minuten über den Behandlungserfolg. Die neu eingeführte Software bricht mit der Logik starrer IT-Systeme und folgt konsequent dem realen medizinischen und pflegerischen Behandlungspfad. Sie begleitet das interprofessionelle Team digital von der initialen Ersteinschätzung (Triage) bis zur Verlegung oder Entlassung und stellt relevante Patientendaten verzögerungsfrei bereit.

Ein wesentlicher Hebel zur Entlastung des Personals ist die intuitive Benutzeroberfläche. Das System übernimmt medizinische Informationen weitgehend automatisiert oder verknüpft sie logisch miteinander. Prof. Dr. med. Michael Oppert, Chefarzt des Zentrums für Notfall- und Intensivmedizin am Klinikum EvB, betont den Praxisnutzen der Co-Entwicklung: „Die Software unterstützt die medizinischen Abläufe, reduziert Dokumentationsaufwand und schafft mehr Übersicht. Dadurch gewinnen unsere Teams wertvolle Zeit für das Wesentliche: die Behandlung unserer Patientinnen und Patienten.“

Durch das reduzierte Klickaufkommen behalten Ärzte und Pflegekräfte auch bei hoher Auslastung der ZNA eine lückenlose Übersicht über anstehende Laborbefunde, radiologische Untersuchungen und eingeleitete Therapien.

Die Modernisierung der Softwarearchitektur ist zudem strategisch vorausschauend angelegt. Das System verfügt über die technologischen Voraussetzungen, um in einem nächsten Schritt Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) nahtlos zu integrieren. Diese sollen die klinischen Teams künftig bei der medizinischen Entscheidungsfindung im diagnostischen Prozess sowie bei der prädiktiven Steuerung von Arbeitsabläufen noch tiefgreifender unterstützen.

Mit diesem Innovationsprojekt positioniert sich das Klinikum Ernst von Bergmann als Vorreiter einer praxisnahen Digitalisierung, die direkt an der patientennahen Schnittstelle ansetzt.

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