Rheinland-Pfalz bündelt Gesundheitsdaten auf neuer Plattform

Neue Gesundheitsberichterstattung liefert regionale Daten zu Versorgungsstrukturen, Leistungen, Gesundheitspersonal und Gesundheitszustand

Rheinland-Pfalz hat seine Gesundheitsberichterstattung neu aufgestellt und bündelt zentrale Daten zum Gesundheitswesen künftig auf einer gemeinsamen Plattform. Das Gesundheitsministerium und das Statistische Landesamt stellen dort unter anderem Informationen zu Versorgungseinrichtungen, Leistungen, Gesundheitspersonal und zum Gesundheitszustand der Bevölkerung bereit.

Das neue Angebot basiert auf der Datenplattform MATS und stellt die Informationen über interaktive Dashboards, Tabellen und Texte bereit. Nutzer können die Daten unter anderem nach Landkreisen, Altersgruppen, Diagnosen, Berichtsjahren oder anderen fachlichen Kriterien filtern.

Damit soll die Plattform insbesondere eine Datengrundlage für die kommunale und landesweite Gesundheits- und Versorgungsplanung schaffen. Gesundheitsminister Clemens Hoch sieht darin eine Möglichkeit, gesundheitliche Situation und Versorgung transparenter abzubilden und Entscheidungen stärker auf empirische Daten zu stützen.

Auch Krankenhaus- und Personaldaten gebündelt

Die Gesundheitsberichterstattung umfasst derzeit sechs Themencluster: Demografie, Gesundheitszustand, Umwelt, Einrichtungen des Gesundheitswesens, Leistungen und Gesundheitspersonal. Zu den veröffentlichten Ergebnissen gehören etwa Daten über stationäre Behandlungen, medizinische Rehabilitation, Impfquoten und Umweltbelastungen. So entfielen 2024 bei stationären Behandlungen wegen Diabetes mellitus 62 Prozent der Fälle auf Männer und 38 Prozent auf Frauen.

Das Datenangebot soll in den kommenden Jahren kontinuierlich um weitere Indikatoren, Dashboards und Auswertungsmöglichkeiten erweitert werden.