Digitalisierungsschub im Rudolf Virchow Klinikum Glauchau
Einführung von VNA, PACS und Patientenportal stärkt digitale Infrastruktur und Prozessqualität
Das Rudolf Virchow Klinikum Glauchau setzt verstärkt auf Digitalisierung, um medizinische Expertise und interdisziplinäre Zusammenarbeit zu optimieren. Mit der Einführung des NEXUS Clinical Repository (VNA), eines konsolidierten PACS und dem Aufbau eines Patientenportals schafft das Haus eine zentrale Plattform für klinische Daten und Bildinformationen.
Das Rudolf Virchow Klinikum Glauchau, ein öffentliches Krankenhaus im Landkreis Zwickau mit rund 320 Betten und etwa 950 Mitarbeitenden, zählt zu den leistungsstarken medizinischen Versorgern der Region. Jährlich werden über 10.500 stationäre und 14.900 ambulante Fälle behandelt. Als akademisches Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena erfüllt das Klinikum zudem einen wichtigen Bildungsauftrag.
In den vergangenen Jahren fehlte ein zentrales medizinisches Archiv, was zu einer starken Abhängigkeit von Papierakten und dezentralen Informationsbeständen führte. Mit der Entscheidung für ein Vendor Neutral Archive (VNA) von NEXUS / ENTERPRISE IMAGING wurde die Grundlage für eine rechtskonforme und universelle digitale Datenplattform gelegt.
Projektablauf: VNA und PACS integriert
Das Projekt begann 2021 mit der Ausschreibung des neuen klinischen Repository und wurde ab 2022 operativ umgesetzt. Anfang 2024 wurde das PACS produktiv implementiert. Parallel startete die Einführung eines Patientenportals im Rahmen des KHZG, um zukünftig archivierte Daten auch patientenseitig zugänglich zu machen.
Durch die parallele Implementierung von VNA und PACS konnten die Workflows, Schulungsbedarfe und Datenstrukturen konsolidiert werden. Die zentrale Datenplattform ermöglicht eine gemeinsame Ablage von klinischen Dokumenten und Bilddaten, reduziert Redundanzen und vereinfacht die Systemlandschaft erheblich.
Herausforderungen und Lösungen
Die größten Herausforderungen lagen nicht in der Technik, sondern in der interdisziplinären Abstimmung:
- Definition der Inhalte und Archivierungsrichtlinien
- Integration zahlreicher Berufsgruppen, die zuvor papierbasiert arbeiteten
- Planung von Speicherinfrastruktur und Schnittstellen
- Einbindung externer Systeme wie EKG, Augenklinik-Anwendungen und weitere Subsysteme
Nach Klärung dieser Faktoren verlief die Integration reibungslos. Das Repository ist nun vollständig vernetzt und kann von allen relevanten Subsystemen abgerufen werden.
PACS als konsistente Bilddatenplattform
Das neue PACS ersetzt heterogene Einzellösungen und wird u. a. für OP- und Prothesenplanung, radiologische Betrachtung und Befundung, Bildimporte von CDs und den Austausch mit Fremdkliniken genutzt. Die vertraute Oberfläche des VNA erleichtert den Anwendern den Umgang mit dem erweiterten System.
Ergebnisse und Nutzen
- Höhere Prozesssicherheit durch zentralisiertes Archiv
- Verbesserte Datenverfügbarkeit für alle Fachbereiche
- Optimierte Kommunikation zwischen Abteilungen und Kliniken
- Stabile, ausfallsichere Plattform
- Hohe Anwenderakzeptanz durch enge Einbindung und Schulung
Ausblick: Patientenportal und Digital Health
Die nächste Phase umfasst die Einführung des NEXUS Patientenportals, um digitale Patientenakten bereitzustellen, Altdokumente zu scannen und perspektivisch Viewer- und Insight-Funktionalitäten zu integrieren. Ziel ist eine durchgängig digitale Arbeitsweise ohne Medienbrüche, vollständig integriert in das KIS.






