Datenschutz-Anpassung gefordert: KI-Einsatz in der Medizin vor regulatorischen Hürden
Datenschutzbehörden verlangen Präzisierung der DSGVO für prädiktive Diagnose-Systeme – Widerspruch zum EU AI Act befürchtet
Die Integration Künstlicher Intelligenz (KI) in die medizinische Versorgung steht vor einer regulatorischen Zerreißprobe. Deutsche Datenschutzbehörden fordern aktuell eine gezielte Anpassung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), um die Rechtsunsicherheit bei der Nutzung prädiktiver Diagnosesysteme zu beenden. Während der neue EU AI Act KI-Anwendungen im Gesundheitswesen bereits als Hochrisiko-Technologien klassifiziert, bleiben grundlegende Fragen der Datenverarbeitung unter der DSGVO ungeklärt.
Die Forderung der Datenschützer trifft die Branche in einer Phase der Umstellung: Der EU AI Act verlangt bereits vor der Markteinführung umfangreiche Sicherheits- und Dokumentationspflichten. Gleichzeitig blockiert das strenge Verarbeitungsverbot der DSGVO für Gesundheitsdaten oft das Training und den Betrieb ebenjener Systeme, da die für KI notwendigen riesigen Datenmengen kaum mit den herkömmlichen Einwilligungskonzepten vereinbar sind.






