Cybergefahr im Krankenhaus: Hohe IT-Komplexität erhöht die Verwundbarkeit der Kliniken
Datenschutzexperte warnt: Permanente Betriebsbereitschaft und Digitalisierung schaffen große Angriffsflächen
Krankenhäuser zählen zu den besonders sensiblen Bereichen der kritischen Infrastruktur. In ihren IT-Systemen werden Diagnosen, Therapien, Laborwerte, Bilddaten und Operationsberichte verarbeitet – hochsensible Informationen, die permanent verfügbar sein müssen. Diese Kombination aus Komplexität, Digitalisierungsdruck und medizinischer Sicherheitsrelevanz macht Kliniken zunehmend anfällig für Cyberangriffe.
Der frühere Datenschutzbeauftragte der Universitätsklinik Leipzig, Andreas Scholtz, ordnet die Lage ein. Er beschreibt sowohl die Krankenhaus- als auch die IT-Landschaft als vielschichtig und technisch anspruchsvoll. Besonders kritisch sei die Abhängigkeit vom störungsfreien Betrieb: „Wenn die Systeme ausfallen oder gehackt werden, kann es den Betrieb massiv stören und sogar Menschenleben in Gefahr bringen. Krankenhäuser sind hoch digitalisiert, lebenswichtig und technisch komplex. Genau das macht sie eigentlich zu einem attraktiven und schwer zu schützenden Ziel für Cyberangriffe.“
Krankenhäuser sind stark digitalisiert und technisch komplex – das erhöht die Angriffsflächen für Cyberangriffe. Experten warnen vor Risiken durch permanente Betriebsbereitschaft, Cloud-Nutzung und IT-Outsourcing.






