Wissenschaftsrat legt Ergebnisse und Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Universitätsmedizin NRW vor

Im Mittelpunkt der Herbstsitzungen des Wissenschaftsrats stand die universitätsmedizinische Landschaft Nordrhein-Westfalens (NRW), die aus sieben staatlich getragenen Standorten sowie der an der nichtstaatlichen Universität Witten/Herdecke (UW/H) besteht. Ziel des umfangreichen Begutachtungsprozesses war es, basierend auf einer der bestehenden Einzelstandorte und ihrer Leistungsfähigkeit in Forschung, Lehre und Krankenversorgung, eine Gesamtschau der Universitätsmedizin in Nordrhein-Westfalen vorzunehmen. Aus einer übergreifenden Perspektive hat der Wissenschaftsrat zahlreiche Hinweise und Empfehlungen zu deren erfolgreicher Weiterentwicklung gegeben. Die Konzepte zum Aufbau einer Universitätsmedizin Ostwestfalen-Lippe an der Universität Bielefeld sowie zu einem Modellprojekt „Medizin neu denken“ der Universitäten Bonn und Siegen wurden ebenfalls einbezogen.

Neue Wege für die Universitätsmedizin? Geplanter Aufbau der Universitätsmedizin Bielefeld und Modellprojekt Bonn-Siegen werfen Licht und Schatten
„Das Konzept für eine neue Medizinische Fakultät an der Universität Bielefeld greift Bereiche von hoher gesellschaftlicher Relevanz auf und knüpft klug an das Profil der Universität und die Stärken der Region an“, sagt Martina Brockmeier, Vorsitzende des Wissenschaftsrats.

Zwischen Tradition und Innovation | Hervorragende Lehre und Forschung der Universitätsmedizin Münster vor strukturellen Herausforderungen
„Bei der Universitätsmedizin Münster handelt es sich um einen traditionsreichen Standort, der geprägt ist durch in Teilen herausragende, international sichtbare Forschung sowie eine hervorragende Lehre in der Human- und Zahnmedizin“, sagt Martina Brockmeier, Vorsitzende des Wissenschaftsrats.

Exzellente Forschung und Lehre treffen auf Investitionsbedarf | Rahmenbedingungen der Kölner Universitätsmedizin hemmen einen der leistungsstärksten Standorte
„Ihre exzellente Forschung und zahlreiche Verbundförderinstrumente machen die Universitätsmedizin Köln zu einem der leistungsstärksten Standorte in Nordrhein-West­falen und verhelfen ihr zu nationaler und internationaler Sichtbarkeit“, konstatiert Martina Brockmeier, Vorsitzende des Wissenschaftsrats. In Studium und Lehre gelingt die Verbindung von Praxisorientierung und wissenschaftlicher Qualifizierung in überzeugender Weise.

Universitätsmedizin Düsseldorf stellt Weichen für den Wandel | Stärke entwickeln zwischen Strategie und Sanierung
Die Universitätsmedizin am Standort Düsseldorf hat erfolgreich den Wandel eingeleitet: Trotz ungünstiger Rahmenbedingungen mit zahlreichen Wechseln in der Leitung von Medizinischer Fakultät und Universitätsklinikum sowie einer bedrohlichen wirtschaftlichen Situation des Klinikums ist es gelungen, wichtige Grundlagen für die Entwicklung eines strategischen Gesamtkonzepts zu schaffen.

Universitätsmedizin Duisburg-Essen: Dynamisch und aufstrebend | Wissenschaftsrat identifiziert viel Potenzial, aber schwierige Rahmenbedingungen
„Die Universitätsmedizin am Standort Duisburg-Essen hat in der kurzen Zeit ihres Bestehens seit 2003 eine positive Entwicklung genommen und weist in vielerlei Hinsicht Potenzial auf“, fasst Martina Brockmeier, Vorsitzende des Wissenschaftsrats, den Gesamteindruck der Begutachtung zusammen.

Exzellenz dank Fokussierung an der Universitätsmedizin Bonn | Herausragende Forschung, Innovationsbedarf in der Lehre
„Dank ihrer exzellenten Leistungen in der Forschung und ihrer klaren strategischen Ausrichtung gehört die Universitätsmedizin Bonn zu den leistungsstärksten Standorten in Nordrhein-Westfalen“, fasst Martina Brockmeier, Vorsitzende des Wissenschaftsrats, das Begutachtungsergebnis zusammen.

Weniger für bessere Koordination | Wissenschaftsrat zeigt Hemmnisse und Potenziale der Universitätsmedizin im Bochumer Modell auf
Acht Träger, zwölf Kliniken, eine Medizinische Fakultät: Zusammen bilden sie die Universitätsmedizin Bochum im sogenannten Bochumer Modell. „Diese Organisationsform macht komplexe Governance-Strukturen notwendig, die im Falle Bochums nicht austariert sind und die Entwicklungsfähigkeit der dortigen Universitätsmedizin einschränken“, urteilt Martina Brockmeier, Vorsitzende des Wissenschaftsrats.

Aachen: „Rising Star“ der Universitätsmedizin Nordrhein-Westfalen | Aufstrebender Standort überzeugt mit zukunftsweisenden Alleinstellungsmerkmalen in Lehre und Forschung
Die medizinische Forschung: sehr gut bis exzellent, und vor allem in überzeugender Weise disziplinübergreifend in das technisch-ingenieurwissenschaftliche Profil der RWTH Aachen eingebettet. Die Lehre: modern, innovativ und auch von den Studierenden hoch gelobt.

Quelle: Wissenschaftsrat (PDF, 64KB)

Das könnte Dich auch interessieren …