Thüringen: Neue Abrechnungsregeln gefährden Beleghebammen und Geburtshilfe

Kündigungen in Thüringer Kreißsälen: Beleghebammen warnen vor Einkommenseinbußen und Bürokratie durch neue Abrechnungsregeln

Seit dem 1. November gilt für freiberufliche Hebammen ein neues Vergütungssystem, das auf einem Schiedsspruch zwischen Krankenkassen und Hebammenverbänden basiert. Erste Auswirkungen zeigen sich nun deutlich: In Erfurt und Weimar haben Beleghebammen ihre Tätigkeit gekündigt. Kern des Konflikts ist das neue Abrechnungssystem, das stärker auf eine Eins-zu-Eins-Betreuung während der Geburt ausgerichtet ist. Für diesen Fall wurde der Stundensatz deutlich angehoben. Gleichzeitig sieht der neue Vertrag jedoch vor, dass Hebammen bei paralleler Betreuung mehrerer Frauen nur noch anteilig vergütet werden. Nach Darstellung des Deutschen Hebammenverbands kann dies insbesondere im klinischen Alltag zu erheblichen Einnahmeverlusten führen.

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