Sachsen-Anhalt verliert binnen zehn Jahren 2.544 Klinikbetten

Bettenzahl sinkt 2025 auf 13.525 – stationäre Fallzahlen erholen sich leicht, liegen aber deutlich unter dem Niveau von 2015

Die Zahl der Krankenhausbetten in Sachsen-Anhalt ist weiter gesunken. 2025 standen in den 44 Krankenhäusern des Landes noch 13.525 Betten zur Verfügung – 72 weniger als 2024 und 2.544 weniger als zehn Jahre zuvor. Gleichzeitig stieg die Zahl der vollstationär behandelten Patienten auf 505.579.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt ist die Bettenzahl seit 2015 kontinuierlich rückläufig. Damals verfügten 48 Krankenhäuser über insgesamt 16.069 Betten. Innerhalb von zehn Jahren ging die Kapazität damit um rund 15,8 Prozent zurück.

Auch die Zahl der Intensivbetten liegt deutlich unter dem früheren Niveau. 2025 standen 700 Intensivbetten zur Verfügung. Gegenüber 2024 waren dies zwar vier Betten mehr und damit der erste Anstieg seit 2018. Im Jahr 2015 waren jedoch noch 954 Intensivbetten ausgewiesen.

Stationäre Fallzahlen bleiben deutlich unter 2015

Die Zahl der vollstationären Behandlungen nahm 2025 gegenüber dem Vorjahr um 5.446 auf 505.579 Fälle zu. Damit setzt sich die Erholung nach dem Tiefstand von 479.555 Fällen im Jahr 2021 fort. Gegenüber 2015 liegt die Zahl der behandelten Patienten allerdings weiterhin 19,4 Prozent niedriger.

Die durchschnittliche Bettenauslastung erhöhte sich leicht von 70,8 auf 71,2 Prozent. In der Intensivmedizin stieg sie deutlicher um 3,9 Prozentpunkte auf 67,7 Prozent. Zum Vergleich: 2015 waren die Krankenhausbetten insgesamt zu 74,2 Prozent und die Intensivbetten zu 79,5 Prozent ausgelastet.

Die durchschnittliche Verweildauer blieb über den Zehnjahreszeitraum weitgehend stabil. 2025 verbrachten Patienten durchschnittlich 6,9 Tage im Krankenhaus.