Niedersächsische Kommunen und Krankenhausgesellschaft unterstützen kritische Haltung zur Krankenhausreform

Hauptkritikpunkt der niedersächsischen Vertreter ist die potenzielle Gefährdung der Planungshoheit der Länder und die Auswirkungen auf die medizinische Versorgung im ländlichen Raum

Die niedersächsischen Kommunen und die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft () unterstützen die kritische Haltung der gegenüber den Reformplänen von Bundesgesundheitsminister . In einem Gespräch der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände und der NKG mit Ministerpräsident Stephan Weil und Andreas Philippi äußerten sie ihre Bedenken und begrüßten das Engagement des Ministerpräsidenten, die offenen Punkte in der morgigen Sitzung des Bundesrates persönlich anzusprechen.

Hauptkritikpunkt der niedersächsischen Vertreter ist die potenzielle Gefährdung der Planungshoheit der Länder und die Auswirkungen auf die medizinische Versorgung im ländlichen Raum. Hubert Meyer, Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände, betonte: „Die Pläne von Minister Lauterbach gefährden die Planungshoheit der Länder und reißen Lücken in die Versorgung des ländlichen Raumes. Das ist nicht akzeptabel. Länder wie Niedersachsen, die bedeutende Klinikinvestitionen planen, dürfen nicht benachteiligt werden.“

Helge Engelke, Verbandsdirektor der NKG, kritisierte den Aufbau zusätzlicher Bürokratie und forderte eine klare und verlässliche Umstellung des Finanzierungssystems für die Kliniken. „Von zentraler Bedeutung ist, dass die Finanzlücke der vergangenen Jahre nicht fortgeschrieben wird. Diese muss durch eine gesonderte Anhebung des Landesbasisfallwertes spätestens ab dem Jahr 2025 geschlossen werden, um finanzielle Sicherheit für die Zukunft zu gewährleisten“, so Engelke.

Die niedersächsischen Kommunen und die NKG setzen darauf, dass Ministerpräsident Weil ihre Anliegen im Bundesrat erfolgreich vertreten wird, um die Reformpläne im Sinne einer stabilen und gerechten Gesundheitsversorgung zu überarbeiten…

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