UNITY und REDCOM entwickeln KI für steigende MD-Prüfquoten
Kooperation soll Kliniken auf höhere Prüfvolumina ab 2027 vorbereiten – erstes Tool berechnet Prüfquote und mögliche Erlösverluste
UNITY und REDCOM Medizincontrolling wollen Krankenhäuser mit KI-gestützten Anwendungen auf steigende Anforderungen im MD-Management vorbereiten. Im Mittelpunkt der neuen strategischen Partnerschaft stehen die Automatisierung von Prozessen im Medizincontrolling, die Reduzierung von Erlösrisiken und eine frühzeitige Bewertung der finanziellen Auswirkungen höherer MD-Prüfquoten.
Hintergrund der Kooperation sind die ab 2027 erwarteten Veränderungen bei den MD-Prüfquoten. Nach Angaben der Unternehmen werden sich die zulässigen Prüfquoten für einen großen Teil der Krankenhäuser deutlich erhöhen. Damit könnten sowohl die Zahl der Abrechnungsprüfungen als auch der administrative Aufwand im Medizincontrolling erheblich steigen.
UNITY und REDCOM sehen deshalb insbesondere bei der datenbasierten Vorbereitung und Bearbeitung von MD-Prüfungen Einsatzmöglichkeiten für Künstliche Intelligenz. Statt den zusätzlichen Aufwand ausschließlich durch mehr Personal aufzufangen, sollen automatisierte Prozesse die vorhandenen Teams unterstützen.
KI soll Medizincontrolling bei MD-Prüfungen unterstützen
Die Kooperation verbindet nach Angaben der Partner die Beratungs- und Technologiekompetenz von UNITY mit der Expertise von REDCOM Medizincontrolling in Kodierung, Abrechnungsprüfung und MD-Management.
Geplant sind KI-gestützte Werkzeuge, mit denen sich Prüfungsrisiken früher identifizieren und Prozesse im Medizincontrolling effizienter gestalten lassen sollen. Die Unternehmen verbinden damit auch das Ziel, Erlösausfälle zu reduzieren und die Liquidität der Krankenhäuser zu stabilisieren.
Gerade bei steigenden Prüfvolumina gewinnt dies an Bedeutung: Zusätzliche MD-Verfahren binden personelle Kapazitäten und können bei Rechnungskorrekturen oder strittigen Abrechnungen Auswirkungen auf Erlöse und Zahlungsflüsse eines Krankenhauses haben.
Online-Tool berechnet Auswirkungen höherer Prüfquoten
Als erstes gemeinsames Projekt haben die Partner mit MD-Impact ein Online-Berechnungstool veröffentlicht. Krankenhäuser können damit nach Angaben der Anbieter ihre künftige MD-Prüfquote und mögliche Erlösverluste kalkulieren.
Die Anwendung soll Kliniken zunächst eine Einschätzung ermöglichen, welchen finanziellen und organisatorischen Effekt die veränderten Prüfbedingungen auf das eigene Haus haben könnten. Weitere KI-Anwendungen für das Medizincontrolling sollen im Rahmen der Partnerschaft entwickelt werden.
Damit adressiert die Kooperation einen Bereich, der für Medizincontrolling und Erlösmanagement ab 2027 deutlich an Bedeutung gewinnen dürfte: die Vorbereitung auf höhere Prüfvolumina bei gleichzeitig begrenzten personellen Ressourcen.




