MDK-Reform 2020: Der MDK soll unabhängiger, transparenter und effektiver arbeiten

Der Gesetzentwurf ist ein Paukenschlag für die Kostenträger. Die vorgesehene Abkopplung des MD von den Krankenkassen ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer fairen Abrechnungsprüfung. Die Neuorganisation des MD, insbesondere die Neubesetzung der Entscheidungsgremien, die Einführung einer maximalen Prüfquote und die Eindämmung der Einzelprüfungen sind zu begrüßen. Erfreulich ist auch, dass die Krankenkassen künftig nicht mehr mit unstreitigen Vergütungsforderungen aufrechnen können. Ebenfalls ein positiver Ansatz ist die vorgesehene Abschaffung der Prüfung von Strukturvorgaben aus den sogenannten Komplexcodes, wenn dies nicht dazu führt, dass die Strukturvorgaben überzogen werden und Krankenhäuser dadurch ihre Berechtigung zur Erbringung der Leistung verlieren. Verfehlt und nicht sachgerecht sind die geplanten Sanktionen bei fehlerhaften Abrechnungen in Form von Aufschlägen. Die Verhängung pauschaler „Strafzahlungen“ ohne Würdigung der medizinischen Sachverhaltskonstellation des konkreten Behandlungsfalles ist nicht sachgerecht. Hierdurch sind Abrechnungsstreitigkeiten wieder Tür und Tor geöffnet. […]

Quelle: Solidaris

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