MD-Prüfungen quo vadis?

Montly Medco Meeting Online

Webinar thematisiert Auswirkungen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes auf Medizincontrolling und Klinikorganisation

Die DLMC widmet sich in einem kommenden „Monthly MedCo Meeting“ am 17.06.2026 den geplanten Änderungen bei den Prüfungen des Medizinischen Dienstes (MD). Hintergrund ist der aktuelle Entwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes, der nach Einschätzung vieler Krankenhäuser zu einer deutlichen Ausweitung der MD-Prüfungen führen könnte.

Nach Angaben der DLMC verfolgt der Gesetzgeber mit den geplanten Maßnahmen Einsparungen in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro. Gleichzeitig werde im Entwurf jedoch nicht berücksichtigt, welche zusätzlichen Belastungen durch voraussichtlich rund zwei Millionen weitere Einzelfallprüfungen für Krankenhäuser entstehen könnten.

Im Mittelpunkt des Webinars stehen insbesondere die vorgesehene Verschärfung der Prüfquoten sowie eine mögliche automatische Ausweitung des Prüfauftrags durch den Medizinischen Dienst. Darüber hinaus sollen die realistisch zu erwartenden Einsparpotenziale den zusätzlichen organisatorischen und personellen Belastungen gegenübergestellt werden.

Für das Krankenhausmanagement und das Medizincontrolling könnten die geplanten Regelungen erhebliche Auswirkungen haben. Zusätzliche Prüfverfahren bedeuten nicht nur steigenden Dokumentations- und Bearbeitungsaufwand, sondern auch höhere Anforderungen an Kodierung, Abrechnung und interne Prüfprozesse. Gleichzeitig wächst die Sorge vieler Kliniken vor weiteren Erlösrisiken und zusätzlichen Bürokratielasten.

Die DLMC weist darauf hin, dass aktuell noch politische Einflussmöglichkeiten im Gesetzgebungsverfahren bestehen. Daher sei es wichtig, die Entwicklungen frühzeitig einzuordnen und Argumentationslinien für die weiteren gesundheitspolitischen Diskussionen zu entwickeln.

Referent der kostenfreien Veranstaltung am 17. Juni 2026 ist Nikolai von Schroeders.

Die Diskussion um die geplante Intensivierung der MD-Prüfungen reiht sich in die bundesweite Kritik am GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ein. Zahlreiche Klinikverbände und kommunale Träger warnen derzeit vor zusätzlichen finanziellen und administrativen Belastungen für Krankenhäuser.

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