LOPS-Prüfungen: Medizincontrolling kritisiert Umsetzung

DGfM analysiert Erfahrungen aus Krankenhäusern und sieht organisatorische, technische und administrative Probleme

Wie Prof. Dr. Erika Raab von der Deutschen Gesellschaft für Medizincontrolling (DGfM) in einer aktuellen Analyse ausführt, bleiben die praktischen Erfahrungen mit den LOPS-Prüfungen hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Zwar sollen die Prüfungen nach § 275d SGB V Leistungsgruppen- und OPS-Strukturprüfungen digital bündeln, Transparenz schaffen und Doppelprüfungen reduzieren, doch berichten Krankenhäuser von erheblichen Belastungen in der Umsetzung.

Mit der Einführung der LOPS-Richtlinie wurde ein neues Prüfregime etabliert, das verschiedene Strukturprüfungen im Krankenhausbereich zusammenführt. Ziel ist es, die Voraussetzungen für die Erbringung bestimmter medizinischer Leistungen transparenter und einheitlicher zu überprüfen. Insbesondere im Zusammenhang mit der Krankenhausreform und der Einführung von Leistungsgruppen gewinnt die strukturierte Prüfung von Qualitäts- und Strukturanforderungen zunehmend an Bedeutung. Krankenhäuser müssen nachweisen, dass personelle, fachliche und organisatorische Voraussetzungen für bestimmte Leistungen erfüllt werden.

Die mit der LOPS-Richtlinie verbundene Zielsetzung – eine bessere Vergleichbarkeit der Verfahren sowie eine Verringerung mehrfacher Prüfprozesse – wird nach Einschätzung der DGfM grundsätzlich unterstützt. Die Erfahrungen aus der praktischen Anwendung zeigen jedoch, dass zwischen Anspruch und tatsächlicher Umsetzung eine deutliche Lücke besteht.

Aus Sicht des Medizincontrollings führen die aktuellen Verfahren zu zusätzlichen organisatorischen Herausforderungen. Krankenhäuser müssen umfangreiche Nachweise zusammentragen, Prozesse koordinieren und unterschiedliche Anforderungen verschiedener Prüfbereiche erfüllen. Nach den von Prof. Dr. Erika Raab zusammengetragenen Rückmeldungen aus Krankenhäusern zeigt sich ein bundesweit vergleichbares Muster: Neben administrativen Belastungen bestehen technische und organisatorische Schwierigkeiten.

Der folgende Beitrag fasst die Erfahrungen aus dem Medizincontrolling systematisch zusammen und ordnet sie in die Zielsetzung der Richtlinie ein.

1 Antwort

  1. Christoph Busch sagt:

    Man kann das nur teilen.
    Jeder MD hat technisch, organisatorisch und inhaltlich nach eigenem Gusto und Prüfer abhängig wie er will. Das Willkür und Wildwuchs.

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