Kaysers Consilium warnt vor massiver Ausweitung der Krankenhausabrechnungsprüfungen und deutlich steigendem Personalbedarf
Prüfquoten im GKV-Stabilisierungsgesetz könnten Prüfaufwand verdoppeln
Die geplante Reform der Prüfquoten im Rahmen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes könnte nach einer Analyse von Kaysers Consilium zu einer deutlichen Ausweitung der Krankenhausabrechnungsprüfungen führen.
Grundlage der Simulation sind Daten des GKV-Spitzenverbands aus dem 1. Quartal 2026 sowie Abrechnungs- und Prüfstatistiken des 3. Quartals 2025. Demnach könnte sich die Zahl der Prüfungen im stationären Bereich nahezu verdoppeln, während gleichzeitig erhebliche zusätzliche Bürokratiebelastungen für Krankenhäuser entstehen.
Die Analyse zeigt neben der quantitativen Ausweitung der Prüfungen auch erhebliche organisatorische Folgen für Krankenhäuser. Die durchschnittliche Prüfquote pro Einrichtung würde von etwa 12 Prozent auf rund 25 Prozent steigen. Gleichzeitig würde sich die Zahl der Prüfungen je Krankenhaus im Mittel um mehr als 300 Fälle pro Quartal erhöhen.




