Krankenhaus-Controlling-Studie nimmt Reformfolgen in den Fokus

Neue Befragungsrunde untersucht Leistungsgruppen, Hybrid-DRG, Liquiditätsplanung und erwartete Erlösrückgänge 2027

Der Deutsche Verein für Krankenhauscontrolling (DVKC), die Bergische Universität Wuppertal und Curacon haben die Befragung zur 13. Krankenhaus-Controlling-Studie gestartet. Im Mittelpunkt steht diesmal die Frage, wie Krankenhäuser ihre Steuerungs-, Berichts- und Planungsprozesse an Krankenhausreform, Ambulantisierung und steigenden wirtschaftlichen Druck anpassen.

Ein Schwerpunkt liegt auf den Leistungsgruppen. Untersucht wird unter anderem, wie diese bereits in das Berichtswesen integriert werden und wie Kliniken überprüfen, ob die erforderlichen personellen und infrastrukturellen Voraussetzungen erfüllt werden.

Bei den Hybrid-DRG geht es insbesondere um Wirtschaftlichkeitsanalysen und die Steuerung der Verlagerung stationärer Leistungen in den ambulanten Bereich. Bereits die vorherige Befragungsrunde hatte gezeigt, dass viele Krankenhäuser Hybrid-DRG-Fälle in ihr bestehendes Berichtswesen integrieren, organisatorische Veränderungen bislang jedoch nur vereinzelt vorgenommen wurden.

Erlösentwicklung und Liquidität im Blick

Neu untersucht werden zudem die von den Krankenhäusern erwarteten Auswirkungen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes auf die Erlöse 2027 und die Vorbereitung auf mögliche Erlösrückgänge. Weitere Themen sind die mehrjährige Liquiditätsplanung, operative Liquiditätsprognosen sowie die personelle Ausstattung des kaufmännischen Controllings und des Medizincontrollings.

Die Befragung richtet sich an Geschäftsführungen, Führungskräfte und Controller in Krankenhäusern und läuft bis zum 31. Dezember 2026. Die Ergebnisse sollen beim 34. Deutschen Krankenhaus-Controllertag am 27. und 28. April 2027 in Potsdam vorgestellt werden.