Frankfurt klärt Krankenhauskosten für Nichtversicherte – Sozialamt und Kliniken im Dialog
Kämmerer Bergerhoff betont gemeinsame Bestandsaufnahme mit Kliniken zur Verbesserung der Kostenträgerschaft
Auf Einladung von Stadtkämmerer Dr. Bastian Bergerhoff trafen sich im Rathaus Römer die Geschäftsführungen aller Frankfurter Krankenhäuser sowie Vertreter:innen der Stadtverwaltung zur 3. Frankfurter Krankenhauskonferenz. „Wir hatten wieder einen guten, konstruktiven und vertrauensvollen Dialog zwischen dem Magistrat und den Geschäftsführungen der Frankfurter Krankenhäuser“, berichtete Dr. Bergerhoff, der auch für die Kliniken und das Klinikreferat zuständig ist.
Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Übernahme von Krankenhauskosten durch das Sozialamt, insbesondere für Nichtversicherte. Dr. Bergerhoff erläuterte: „Tatsächlich müssen sich Kliniken immer häufiger an das Sozialamt wegen offener Rechnungen beziehungsweise nicht erstatteter Kosten wenden. Doch bislang sind kaum belastbare Informationen verfügbar, welche Fallgruppen die größten Kosten verursachen.“
Als Ergebnis der Konferenz vereinbarten die Vertreter:innen des Jugend- und Sozialamtes und der Kliniken eine gemeinsame Bestandsaufnahme. Auf dieser Basis soll ein einheitliches Vorgehen zur Klärung der Kostenträgerschaft erarbeitet werden. Dabei werden neben Verbesserungsmöglichkeiten bei den Abläufen auch Vorschläge zu gesetzlichen Grundlagen im Dialog mit Bund und Land diskutiert.
Darüber hinaus standen Rückblicke auf die Ergebnisse der 2. Frankfurter Krankenhauskonferenz, die aktuelle Krankenhausplanung in Hessen sowie der Stand der Krankenhausreform auf der Agenda. Auch die Pläne der Bundesregierung zur Begrenzung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung wurden diskutiert.
„Wir haben mit der Frankfurter Krankenhauskonferenz eine gute und fruchtbare Austauschplattform mit den Trägern und den einzelnen Häusern in Frankfurt gefunden und werden das Format auch im kommenden Jahr fortsetzen“, betonte Dr. Bergerhoff. „Nur in enger Abstimmung können wir eine tragfähige Krankenhausentwicklung und eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge erreichen.“






