Was ist neu im OPS Version 2026?

BfArM informiert über Neuerungen für Kliniken im OPS 2026 

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die OPS-Version 2026 veröffentlicht. Ziel der jährlichen Überarbeitung ist es, den Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) an aktuelle medizinische Entwicklungen, Entgeltsysteme und Anforderungen der externen Qualitätssicherung anzupassen.

OPS 2026 veröffentlicht: BfArM stellt endgültige Version vor
Neuerungen bei Seitenkennzeichen, Defibrillator-Kodes und Intensivmedizin (24.10.2025)

Für 2026 wurden insgesamt 156 Änderungsvorschläge aus Fachgesellschaften, Verbänden und Einzelpersonen sowie 48 NUB-Anträge berücksichtigt. Die Änderungen wurden in Abstimmung mit den Selbstverwaltungspartnern der Arbeitsgruppe OPS des Kuratoriums für Fragen der Kodiersysteme im Gesundheitswesen (KKG) und dem Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) umgesetzt.

Kernpunkte der Neuerungen

Die Änderungen betreffen redaktionelle Korrekturen, die Einführung neuer Kodes, Unterteilungen bestehender Kodes, Streichungen und Anpassungen von Klassenattributen. Wichtige Neuerungen umfassen:

  • Kapitel 1 & 3 (Diagnostische Maßnahmen, Bildgebung): Unterteilung komplexer Diagnostik bei Lungenerkrankungen, neue Kodes für Nebenschilddrüsen-Autofluoreszenz, CT- und MRT-Anpassungen.
  • Kapitel 5 (Operationen): Neue Kodes für Rekonstruktionen des Gesichtsschädels, Augenchirurgie, Thorax- und Herzoperationen, Blutgefäße, Leber- und Dickdarmoperationen, Bewegungsorgane und Zusatzinformationen.
  • Kapitel 6 (Medikamente): Neue Dosisklassen für mehrere Wirkstoffe, Einführung von CAR-T-Zelltherapie-Kodes und Anpassungen der Applikationswege (intravenös/subkutan).
  • Kapitel 8 (Nicht-operative therapeutische Maßnahmen): Neue Kodes für nuklearmedizinische Therapien, Lymphozytentransfusionen und spezielle Ballontechniken zur Gefäßkatheterisierung.

Darüber hinaus wurden Hinweise zur einheitlichen Anwendung von Zusatzkennzeichen, z. B. bei Implantaten und Seitenangaben, überarbeitet und semantisch korrigiert. Auch der Anhang zur Berechnung der TISS-Punkte für die intensivmedizinische Komplexbehandlung wurde angepasst.

Die Änderungen dienen der präzisen Kodierung, der Weiterentwicklung der stationären und ambulanten Entgeltsysteme sowie der Qualitätssicherung in deutschen Krankenhäusern. Alle Details und die vollständige Änderungsübersicht stehen auf der BfArM-Webseite zur Verfügung: www.bfarm.de – Kodiersysteme – OPS.

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