Kodierung: Zeiten der Atemunterstützung (in 2009) eines Säuglings oder Frühgeborenen mittels High-Flow-Nasenkanüle – keine zusätzliche Vergütung als Zeiten maschineller Beatmung

B 1 KR 13/18 R | Bundessozialgericht, Urteil vom 30.07.2019 – Urteilsbegründung

Eine Regelung zur Berücksichtigung der Beatmungsdauer bei einer CPAP-Beatmung von Neugeborenen und Säuglingen außerhalb der Fälle der Entwöhnung und der Fälle der Beatmung über ein Maskensystem bei intensivmedizinischer Versorgung treffen die DKR für das Jahr 2009 nach ihrem Wortlaut nicht. Eine solche kann auch nicht im Wege eines Umkehrschlusses der Formulierung „sind Kodes aus 8-711.0 (…) sowie die Beatmungsdauer nicht zu verschlüsseln“ betreffend die Kodierung der CPAP-Therapie bei der Behandlung einer Störung wie Schlafapnoe entnommen werden. Erst in der Version von 2013 wurde die DKR 1001l (ehemals DKR 1001h) um den Zusatz ergänzt „Die Dauer der Atemunterstützung mit kontinuierlichem positivem Atemwegsdruck (CPAP) ist bei Neugeborenen und Säuglingen bei der Ermittlung der Beatmungsdauer zu berücksichtigen“. Soweit Anhang B der DKR 2013 (Zusammenfassung der Änderungen – Deutsche Kodierrichtlinien Version 2013 gegenüber der Vorversion 2012) die Änderung als „Klarstellung“ bezeichnet, ist dies für die Auslegung der DKR 2009 ohne Belang. Der Regelung in DKR 2013 kommt insbesondere keine Rückwirkung zu. […]

Quelle: Rechtsprechung-im-Internet

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