DGPI und DGKJ empfehlen Verlängerung der Nirsevimab-Immunisierung bis April 2026

Die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI e.V.) und die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ e.V.) haben eine gemeinsame Stellungnahme zum Ende der Nirsevimab-Immunisierung veröffentlicht (Stand: 22.03.2026).

Die jährliche RSV-Saison beginnt in Deutschland üblicherweise im November oder Dezember und dauert bis März oder April, mit Spitzeninzidenzen zwischen Dezember und März. Laut Berichten des Robert Koch-Instituts (RKI) startete die Saison 2025/2026 jedoch vergleichsweise spät, nämlich erst im Januar 2026, und weist derzeit weiterhin eine hohe Aktivität auf.

Vor diesem Hintergrund empfehlen DGPI und DGKJ, die Immunisierung von Neugeborenen und Risikokindern mit dem monoklonalen Antikörper Nirsevimab noch bis Mitte April (12.04.2026) fortzuführen. Dies entspricht auch der Empfehlung der STIKO, wonach bei einer länger andauernden RSV-Saison die Immunisierung über März hinaus verlängert werden kann.

Die Empfehlung zielt darauf ab, hochriskopatienten wie Frühgeborene oder Kinder mit chronischen Erkrankungen weiterhin wirksam vor RSV-Infektionen zu schützen und Komplikationen wie Hospitalisierungen zu vermeiden.

Abrechnung in Kliniken

Für die klinische Umsetzung gilt: Nach § 5 Abs. 2 Satz 3 FPV 2026 kann für das Zusatzentgelt weiterhin der bisherige Betrag von 416,50 € erhoben werden, bis die neue Budgetvereinbarung in Kraft tritt.

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