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Bayern: Gesundheits- und Pflegeminister fordert strukturelle Änderungen im Gesundheitswesen

„Die künftige Bundesregierung muss für eine bessere Vergütung von Vorhaltekosten und für eine umfassende Pflegereform sorgen“

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek fordert von der künftigen Bundesregierung ein besseres Krankenhaus-Finanzierungssystem. Holetschek betonte am Sonntag in München: „Unabhängig vom Ausgang der Koalitionssuche in Berlin muss dafür gesorgt werden, dass es weiterhin eine flächendeckende bedarfsgerechte Krankenhausversorgung gibt. Dieses Ziel kann nur gelingen, wenn die Vergütungsstrukturen eine auskömmliche Finanzierung der Kliniken ermöglichen. Deshalb setzt sich Bayern beim Bund für eine bessere Vergütung von Vorhaltekosten zur Sicherstellung der Grund-, Regel- und Notfallversorgung sowie der Kinderkliniken ein.“

Holetschek warnte: „Es wäre ein großer Fehler, unser Gesundheitssystem noch weiter zu ökonomisieren. Denn mit der Gesundheit und Versorgung von Menschen spekuliert man nicht! Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass wir die Vergütungsstrukturen mit Blick auf die Versorgungssicherheit weiterentwickeln müssen. Das muss in der kommenden Legislaturperiode angegangen werden, unabhängig von politischen Konstellationen.“

Der Minister wies zugleich auf die ausgezeichnete Krankenhausversorgung in Bayern hin. „Im Freistaat gibt es mehr als 400 Krankenhäuser mit über 74 000 Betten. Die Mischung aus hochspezialisierten Spezialkliniken und Grundversorgern ist in einem Flächenland wie dem Freistaat ideal. Die Kosten der wohnortnahen Versorgung decken die gesetzlichen Vergütungen allerdings nicht ab. Bayern fordert deshalb vehement eine Weiterentwicklung des DRG-Systems.“ […]

Pressemitteilung: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

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