AWMF-Stellungnahme zur Krankenhausreform in den Koalitionsverhandlungen

Wissenschaftliche Kommission fordert Anpassungen zur Sicherung der Versorgungsqualität

Die Ad-hoc-Kommission Versorgungsstrukturen der AWMF nimmt Stellung zum Arbeitspapier der AG Gesundheit und Pflege für die Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU und SPD. Die Kommission begrüßt die Stärkung ländlicher Krankenhäuser sowie die Schließung der Finanzierungslücke bei den Betriebskosten. Kritik gibt es jedoch an der Nicht-Implementierung wichtiger Leistungsgruppen wie Infektiologie oder Kinder- und Jugendmedizin. Die AWMF fordert zudem eine dynamische Weiterentwicklung des Systems über 2027 hinaus, eine konsequentere Entlastung von Bürokratie sowie eine stärkere Berücksichtigung der ärztlichen Weiterbildung in der Finanzierungsstruktur. Auch die Einführung einer echten, leistungsunabhängigen Vorhaltevergütung wird als notwendig erachtet, um die Versorgung langfristig sicherzustellen.