Ambulantisierung in der Elektrophysiologie: Chancen und Praxisüberblick

Technologische Fortschritte ermöglichen sichere Eingriffe am selben Tag

Elektrophysiologische Eingriffe wurden bislang überwiegend stationär mit mindestens einer Überwachung durchgeführt. Durch den zunehmenden Kostendruck im Gesundheitswesen rückt nun die Ambulantisierung bisher stationärer Leistungen auch in der Elektrophysiologie in den Fokus.

Technologische Weiterentwicklungen, höhere Erfolgsraten, kürzere Prozedurzeiten und ein niedriges Komplikationsrisiko schaffen die Voraussetzungen, bestimmte Eingriffe ambulant, also mit Eingriff und Entlassung am gleichen Tag, durchzuführen. Entscheidend ist eine sorgfältige Patientenselektion und ein standardisierter Workflow, um Sicherheit und Qualität zu gewährleisten.

Daten aus Europa und den USA zeigen, dass unter diesen Bedingungen die Komplikationsraten bei ambulanten Eingriffen nicht höher sind als bei stationären Eingriffen und die Patientenzufriedenheit sogar steigt. Ob sich diese Ergebnisse unter den Strukturen des deutschen Gesundheitswesens reproduzieren lassen, bleibt noch offen.

Mit der Einführung der Hybrid-DRG (Diagnosis-Related Groups) zum 1. Januar 2026 wird erstmals die ambulante Abbildung elektrophysiologischer Leistungen im deutschen Krankenhausfinanzierungssystem ermöglicht. Dies eröffnet neue Perspektiven für die Patientenversorgung und die effiziente Nutzung medizinischer Ressourcen.

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