Forum DRG Diskussionsforum zur Kodierung und korrekten Abrechnung

Kodierung stationäre Chemotherapie  


Beiträge: 1
(@belaschkij)
Neues Mitglied
Beigetreten: 4 Monaten zuvor

Wir sind ein Grundversorgerhaus auf dem Land und historisch bedingt machen wir stationäre Chemotherapien gastrointestinaler Erkrankungen auf der Chirurgie. Protokolle sind z.B. FOLFOX, FOLFIRINOX, Avastin/FOLFIRI etc. pp.

Wir haben dies immer als mittelgradig komplexe Chemotherapien 3(4) Medikamente über 2-4 Tage verschlüsselt. Nun war angeblich bei der letzten Fallkonferenz aufgekommen, dass dies schon immer falsch gewesen sei und wir nur die Anzahl der Tage verschlüsseln dürfen, an welchen auch Chemotherapeutika angehängt werden. Es müßte dann also 3 Medikamente über 1 Tag heißen, da ja das letzte Medikament (meist 5-FU) über 46 oder 48 Stunden läuft. Ist das korrekt?

Ich habe diesbezüglich Bedenken und vermute, dass dies ein Einstieg sein könnte diese Therapien nicht mehr zu bezahlen.

Kann mir da jemand weiterhelfen?

J. Belaschki

Oberärztin

1 Reply
medconweb
Beiträge: 25
Admin
(@admin)
Administrator
Beigetreten: 3 Jahren zuvor

Hallo Frau Belaschki,

ja das stimmt.

Fest an Zytostatika gekoppelte Supportivmedikamente werden nicht als zusätzliche Medikamente bzw. Zytostatika im Sinne der Hinweise unter 8-542, 8-543 und 8-544 gezählt (Beispiel: Mesna nach Cyclophosphamid/Ifosfamid; Folinsäure nach Methotrexat). Es zählen nur die Tage, an denen eine Chemotherapie appliziert wird. Bei Gaben über Nacht zählt nur der Tag, an dem die Gabe begonnen wurde. Pausen von maximal einem Tag Dauer werden mitgezählt, wenn sie regelhaft zum jeweiligen Chemotherapie-Protokoll gehören. Pausen ab zwei Tagen führen dazu, dass ein neuer Kode angegeben werden muss.

Viele Grüße

C.Wnuck

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