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UGVD Abschlag bei Zuverlegung? - T01B als Verlegungspauschale gekennzeichnet  


Beiträge: 1
 Maurice
Gast
(@Maurice)
Beigetreten: 4 Wochen zuvor

Hallo zusammen,

stehe hier auf dem Schlauch. Wir haben einen Fall aus 2016.

Dieser wurde zuverlegt aus einer externen Klinik. Nach 2 Tagen verstarb der Patient. Abgerechnet haben wir die T01B bei Sepsis.

Nach dem FPK ist die DRG als Verlegungspauschale gekennzeichnet, die keine Abschläge berücksichtigt.

Die untere Grenzverweildauer von 5 Tagen ist nicht erreicht. Die Kasse fordert die Abschläge von 3 Tagen und akzeptiert meinen Widerspruch nicht.

"bei der T01B fallen keine Abschläge wegen Unterschreitung der unteren Grenzverweildauer an, da es sich in diesem Fall um eine Zuverlegung aus einem anderen Krankenhaus handelt. Ein Verlegungsabschlag schließt Grenzverweildauer-Abschläge generell aus. Im Fallpauschalenkatalog 2016 sind für diese DRG keine Verlegungsabschläge definiert."

Grüße

Maurice

 

2 Replies
medconweb
Beiträge: 21
Admin
(@admin)
Administrator
Beigetreten: 3 Jahren zuvor

Hallo Maurice,

Sie haben Recht. Wenn die Krankenkasse nicht überzeugt werden kann, muss es ein Anwalt bzw. das Gericht tun.

Vieleicht hilft nochmals der Hinweis auf § 3 Abs. 2 Satz 1 FPV 2016

"Im Falle einer Verlegung aus einem anderen Krankenhaus ist von dem aufnehmenden Krankenhaus ein Abschlag entsprechend den Vorgaben des Absatzes 1 vorzunehmen."

Nach Absatz1 steht: "Im Falle einer Verlegung in ein anderes Krankenhaus ist von dem verlegenden Krankenhaus ein Abschlag vorzunehmen, wenn die im Fallpauschalen-Katalog ausgewiesene mittlere Verweildauer unterschritten wird. 2Die Höhe des Abschlags je Tag wird ermittelt, indem die bei Versorgung in einer Hauptabteilung in Spalte 11 oder bei belegärztlicher Versorgung in Spalte 13 des Fallpauschalen-Katalogs ausgewiesene Bewertungsrelation mit dem Basisfallwert multipliziert wird."

Wenn dann die DRG von Verlegungsabschlägen ausgenommen ist, sind auch keine Abschläge (woher auch zunehmen?) fällig. Und wie Sie bereits schrieben, es gibt keine doppelten Abschläge (UGVD, Verlegung).

Grüße

C.Wnuck

Antwort
Beiträge: 1
 Andrea Bangert
Gast
(@Andrea Bangert)
Beigetreten: 3 Tagen zuvor

Hallo,

in den Abrechnungsbestimmungen ist bei der Abrechnung von Fallpauschalen § 1 geregelt, dass bei Verlegungsfallpauschalen im Falle einer Verlegung in ein anderes Krankenhaus bei nicht Erreichen der UGVD ein Abschlag vorzunehmen ist. Aber nur dann - kein Verlegungsabschlag wohlgemerkt. Diese Konstellation gilt nur, wenn das Krankenhaus aktiv verlegt, bevor die untere Grenzverweildauer erreicht ist. Diese Situation gilt nicht, wenn der Patient aus einem anderen Krankenhaus "zuverlegt" wurde. Da alles explizit in den Abrechnungsbestimmungen unter § 1 Absatz 3 geregelt ist (abweichend von Satz 1), sollte sich das Problem lösen lassen. 

Gruß Andrea Bangert

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